Blickfänge - Plakate als Tore zur Geschichte
Erstmalig zu sehen:
Seniorenresidenz Hanseanum zeigt Plakate des Museumszentrums Burg Linn
Von der Antike bis in die Krefelder Gegenwart reichen die Ausstellungen im Museumszentrum Burg Linn, für die Diplom-Designer Hans-Jürgen Granzow über 20 Jahre lang die Plakate gestaltet hat. Dazu gehören beispielsweise die Poster von so bekannten Präsentationen wie „Troia – Grabungsfunde Schliemanns", „Bernstein – Stolz der Zaren" und „Pirouetten – 70 Jahre Eissport in Krefeld". 24 dieser Plakate aus der Zeit von 1990 bis 2010 sind nun erstmalig unter der Überschrift „Blickfänge – Plakate als Tore zur Geschichte" bis zum 29. Februar 2012 in der Seniorenresidenz Hanseanum, Neusser Straße 6, ausgestellt.

Bisher sind diese Poster noch nie in einer solchen Gesamtschau präsentiert worden. „Über die Bandbreite unserer Museumsarbeit bin ich ein bisschen selbst überrascht", gestand Museumsleiter Dr. Christoph Reichmann bei der Eröffnung der Ausstellung. Vor rund 100 Gästen lobte Prof. Hans-Joachim Albrecht in seinen Einführungsworten den kulturellen Impuls aller Plakate von Hans-Jürgen Granzow, die informativ und individuell auf die jeweilige Ausstellung aufmerksam machten. Trotz aller Verschiedenheit der Plakate fällt auf, dass Granzow stets eine Schrifttype gewählt hat, die dem Thema besonders entspricht: Als seine persönlichsten Werke bezeichnete Prof. Albrecht die Plakate zu „Der Seidenfaden- Die Geschichte eines Krefelder Tanzpalastes mit Variete und Kabarett"" und zu „Ötzi – Der Mann aus dem Eis".
Das Poster zum ehemaligen Krefelder Varieté war schon gleich beim Aufhängen bei den Bewohnern der Seniorenresidenz Hanseanum Anlass zum Schwelgen in Erinnerungen. „Kunst fördert den Dialog untereinander und regt zum Nachdenken an. Da hier bei uns im Hanseanum viele Senioren leben, die zahlreiche dieser Ausstellungen im Museumszentrum Burg Linn in der Vergangenheit besucht haben, sind wir genau der richtige Ort für diese Retrospektive", erläuterte der Leiter der Seniorenresidenz Kristof Klitza. Er bedankte sich beim Museumszentrum Burg Linn und Künstler Hans-Jürgen Granzow für die Bereitschaft, die Plakate zur Verfügung zu stellen.
Der gebürtige Bonner Hans-Jürgen Granzow studierte Objekt-Design an der FH Niederrhein bei den Professoren Albrecht, Kirchberger, Goertz und Zaiser. Nach seinem Examen zum Diplom-Designer arbeitete er seit 1979 im Museum Burg Linn und fertigte viele wissenschaftliche Zeichnungen an. Von 1990 bis 2010 gestaltete er die Plakate für Sonderausstellungen des Museumszentrums. „Sie sind von einem eigenen, ganz persönlichen Stil geprägt und daher nicht nur Werbemittel für die Ausstellungen des Museums, sondern auch selber Kunstwerke", findet Museumsleiter Dr. Reichmann. Seit 2011 befindet sich Granzow in der Altersteilzeit und kann sich nun ganz der Malerei widmen.
Die Ausstellung „Blickfänge – Plakate als Tore zur Geschichte" in der Seniorenresidenz Hanseanum, Neusser Straße 6, kann täglich von 10 bis 18 Uhr besucht werden. An der Rezeption der Einrichtung können Restbestände der Ausstellungsplakate gegen eine Spende an den Verein „Freunde und Förderer des Museumszentrums Burg Linn" erworben werden.
Hans-Jürgen Granzow - Blickfänge
Hans-Jürgen Granzow
„Blickfänge – Plakate als Tore zur Geschichte“
Auswahl von Ausstellungsplakaten für das Museum Burg Linn
von Hans-Jürgen Granzow
aus den Jahren 1990 – 2010
Zur Eröffnung der obigen Ausstellung und des Vortrag
von Herrn Dr. Christoph Reichmann laden wir Sie
und Ihre Freunde herzlich ein.
Freitag, 13. Januar 2012
von 18:00 bis 21:00 Uhr in den Räumen
der Seniorenresidenz Hanseanum.
Begrüssung:
Kristof Klitza
Residenzleitung
Einführung:
Prof. Hans Joachim Albrecht
Mittwoch, 18. Januar 2012
Vortrag „Das Museum Burg Linn“
Dr. Christoph Reichmann
um 15:30 Uhr in den Räumen
der Seniorenresidenz Hanseanum.
Die Ausstellung ist bis zum 29.02.2012 geöffnet
und kann täglich in der Zeit von 10.00 bis 18.00 Uhr besucht werden.
Rückblick Stipendium Hanseanum
Rückblick Stipendium Hanseanum 2010
Stipendiaten der Freien Akademie Rhein / Ruhr, Petra Fröning & Manuel da Graca
Künstlerausstellung im Südbahnhof Krefeld in Zusammenarbeit zwischen Werkhaus, der Freien Akademie Rhein / Ruhr und der Seniorenresidenz Hanseanum

Petra Fröning, „planta noctu“, Manuel da Graca, Niederhein
250 x 155 cm, Acryl / Acryllack Nr.44, 15 x 20cm, Öl auf Papier
auf Leinen, 2010 auf Holz, 2010
Eröffnung: Sonntag 22. Januar 2012, 11 Uhr
Begrüßung: Georg Dammer (Werkhaus), Kristof Klitza (Seniorenresidenz Hanseanum)
Einführung: Veit Johannes Stratmann (Freie Akademie Rhein / Ruhr)
Ausstellungsdauer: 22. Januar – 5. Februar 2012
Öffungszeiten: Di- Fr von 10-13 und 15-18 Uhr, Do 15-21 Uhr, So 11-16 Uhr
Veranstaltungsort: Südbahnhof Krefeld, Saumstraße 9, 47805 Krefeld
Matinee / Offene Diskussion: „Kunst im Dialog – ein Experiment“
Sonntag, 29. Januar 2012, 11 Uhr
Moderation: Erik Schönenberg (Dozent der Freien Akademie und Leiter des Kunstvereins Wuppertal)
Teilnehmer: Georg Dammer, Kristof Klitza, Karin Koyen, Lars Meyer, Manuel da Graca Petra Fröning, Veit Johannes Stratmann
Von der Seniorenresidenz Hanseanum und der Freien Akademie Rhein / Ruhr, beide in Krefeld ansässig, wurde im Jahr 2010 das Projekt „Stipendium Hanseanum“ geschaffen. Das Stipendium hat das Ziel, begabte Absolventen der Akademie in einem Förderzeit-raum von einem halben Jahr zu unterstützen. Den Stipendiaten steht ein Atelier kosten-frei zur Verfügung. Darüber hinaus erhält der Stipendiat eine monatliche finanzielle Unterstützung sowie einen Katalog zur Dokumentation der künstlerischen Arbeit aus dem Stipendium.
Als erste Stipendiaten des Projektes wurden im Jahr 2010 Petra Fröning und Manuel da Graca benannt.
Die Künstlerin Petra Fröning aus Düsseldorf zeigt den Arbeitszyklus „Astwerk“. Gesammeltes Geäst, aus dem Dachgarten der Residenz, dient der Künstlerin als Modell für imaginäre Landschaftsräume. Frönings Verständnis von Wirklichkeit und ihrer heutigen (un)möglichen Darstellbarkeit führt zu einer Bildfindung, die nur noch modell- und ausschnitthaft „Welt spiegelt“. Das Nicht-Gesamte, das Fehlende, das Bruchstück-hafte stellt sich in den Werken Frönings als ein Wesensmerkmal unserer Zeit dar.
Manuel da Graca aus Krefeld zeigt Bilder aus der Serie „Niederrhein“. In zahlreichen Variationen untersucht da Graca mit Pinsel und Farbe die Natur im Umfeld von Krefeld. Die kleinen Studien antworten eindringlich auf die niederrheinische Farbigkeit in einem stillen Dialog mit Natur und Erscheinung.
Während der Ausstellung findet eine öffentliche Podiumsdiskussion unter dem Titel „Kunst im Dialog – ein Experiment“ statt. Beide Stipendiaten stellen in dieser Veranstaltung ihre Erfahrungen dar und reden gemeinsam mit den eingeladenen Gästen und dem Publikum über Möglichkeiten und Grenzen eines Dialoges. Der Kunstwissen-schaftler Erik Schönenberg (Dozent an der Freien Akademie und Leiter des Kunstvereins Wuppertal) wird diese Veranstaltung moderieren.
Veranstaltungen November - Dezember 2011
November / Dezember
Klavierkonzert Do 03.11. 15:30 Uhr
Der Moskauer Pianist Vladimir Mogilevsky spielt für uns Werke von Chopin, Skriabin, Rubinstein und Rachmaninov
Stipendium Hanseanum Fr 04.11. 18:00 Uhr
Wir verabschieden unsere Künstlerin Christiane Zabinski mit der Eröffnung ihrer Ausstellung, die bis zum 06.12. in der Seniorenresidenz Hanseanum zu sehen sein wird.
Tag der offenen Tür und Herbstbasar So 06.11. 11:00 – 17:00 Uhr
Am Sonntag, den 06.11. findet in der Seniorenresidenz ein Tag der offenen Tür statt. Gleichzeitig wird es einen Herbstbasar mit einigen Verkaufsständen geben. Sie sind herzlich eingeladen, einmal persönlich die Atmosphäre unseres Hauses zu „schnuppern“.
Martinsfeier Mi 09.11. 15:30 Uhr
Bei unserer traditionellen Martinsfeier besuchen uns die Kinder vom Helios-Kindergarten und singen für uns. Dazu gibt es Kaffee und Weckmänner.
Erinnerungsfeier Mi 16.11. 15:30 Uhr
Am Mittwoch, den 16.11. erinnern wir uns an unsere verstorbenen Bewohner und wollen gleichzeitig Danke für alles Gemeinsame sagen. Wir möchten mit unseren Bewohnern Anekdoten und Geschichten austauschen, die sie uns in dankbarer Erinnerung behalten lassen. Dabei möchten wir gemeinsam über das Leben nachsinnen und überlegen, was uns im Leben wichtig ist.
Kaffeeklatsch Mi 23.11. 15:30 Uhr
Allen Bewohnern unseres Hauses bieten wir Kaffee und Kuchen und begrüßen gemeinsam unsere neuen Mitbewohner.
Literaturcafé Mi 30.11. 15:30 Uhr
Die Buchmesse hat wieder eine große Anzahl Neuveröffentlichungen hervorgebracht. Wiebke von Moock, von unserem Partner dem „Mobilen Buchsalon“ besucht uns am 30.11. um den Bücher-Dschungel ein wenig zu lichten und uns lesenswerte Romane, Krimis, Biografien und Geschenkbücher vorzustellen.
Café Wertvoll Sa 03.12. 15:00 Uhr
Der Themennachmittag für Menschen in der dritten Lebensphase widmet sich diesmal dem Thema „Heilsame Erinnerung“ und findet am Samstag, den 03.12. 15:00 Uhr bei uns im Restaurant statt. Diese Veranstaltungsreihe wird von der Freien ev. Gemeinde an wechselnden Orten in ganz Krefeld angeboten. Bei Kaffee und Kuchen mit musikalischer Untermalung widmet sich immer ein Referent einem bestimmten Thema. Es ist eine öffentliche Veranstaltung, aber auch alle Bewohner sind herzlich eingeladen.
Weihnachtsbasteln und Adventssingen Mi 07.12. 15:30 Uhr
Gemeinsam basteln wir Advents- und Weihnachtsdekoration und um 16:30 Uhr besucht uns der
Forstwalder Männergesangsverein Mi 07.12. 16:00 Uhr
um mit uns Weihnachtslieder zu singen
Weihnachten im Schuhkarton Do 08.12. 15:30 Uhr
„Kaufen, kaufen lassen oder Spenden – was zum Spielen, was zum Waschen, was zum Anziehen, was zum Naschen“ Unter diesem Motto läuft die Weihnachtsspendenaktion unseres Hauses zugunsten des Kinderheims Marianum in Krefeld.
Weihnachts-Bäckerei Di 13.12. 15:30 Uhr
Gemeinsam mit unseren Bewohnern wird gebacken, geklönt und genascht.
Weihnachtsfeier Mi 21.12. 15:30 Uhr
In stimmungsvoller, weihnachtlicher Atmosphäre verbringen wir einen gemeinsamen Nachmittag bei Kaffee und Kuchen.
Silvesterabendessen Sa 31.12. 18:00 Uhr
Kunst und Kultur in der Residenz
"Kultur in der Residenz"
Kultur im weitesten Sinne und bildende Kunst im speziellen gibt vielfältige Impulse und Erfahrungsräume. Kunst als Inspriration und Anstoss soll mittels Veranstaltungen und aber auch Ausstellungen entweder in unseren Räumen oder auch in Kooperation mit anderen Trägern für die Bewohner und Bewohnerinnen aber auch für die interessierte Öffentlichkeit dazu beitragen. Dabei versteht sich die Auseinandersetzung als Wechselspiel zwischen den Akteuren: Künstlern und Bewohnern, Besuchern und Trägern.
Wie auch das stipendium hanseanum als ein Teil, der hier auf der Internetseite separat dargestellt wird, versuchen wir dem durch unser Veranstaltungs- und Kulturprogramm Rechnung zu tragen. Eine Reihe klassischer Konzerte gehört genauso dazu wie Lesungen, Vorträge, aber auch Ausflüge wie vor kurzem zum "folkwang Museum" aber auch zu den Museen und Ausstellungen in der näheren Umgebung.
Unsere Kultur ist es natürlich aber auch, neben den im Jahr zu feiernden jahreszeitlichen Festen eine Reihe regelmässiger Angebote, wie Gesprächskreise, Physiotherapie, Gedächtnistraining, "Chor" und der Möglichkeit sich bei Kaffee und Kuchen oder einem Frühstück zu treffen, anzubieten, um ein Miteinander zu schaffen, das die "familiär-freundschaftliche" Atmosphäre unseres Hauses prägt.

Kulturprogramm

